Auf dieser Seite zeigen wir Pressmitteilungen, Ankündigungen, Fotografien und Videos, um den Entstehungsprozeß der Ausstellung in Ausschnitten zu zeigen. Sie dient ebenso als Dokumentation für folgende Projekte. Dementsprechend ist die Dokumentation, solange die Ausstellung stattfindet, im Werden und wird über die Dauer der Ausstellung erweitert. Auch nach der Ausstellung wird sie erhalten bleiben.


Pressemitteilung, Berliner Abendblatt, Ausgabe Marzahn, 2.9.2017, S. 5.

Leben und Träumen in Marzahn

Kunstprojekt Kinder und Jugendliche gestalten Ausstellung „Lebens(t)räume“ und sagen: Hier bin ich zu Hause!

Angelina Bauer träumt vom Bauchtanzen.Die Jugendliche aus Marzahn hat ihren Traum großflächig auf Papier gebannt – eine Bauchtänzerin, abstrakt und farbenprächtig, die ein Stück Lebensgefühl des jungen Mädchens widerspiegelt. Ihr Werk ist Teil der Ausstellung „Lebens(t)räume“, die vom 7. bis 20. September in der „Pyramide“ das Beste an kreativer Auseinandersetzung Marzahner und Hellersdorfer Jungen und Mädchen mit ihrem realen Alltag präsentiert. Sie betätigen sich in Projekten der Jugendhilfe, sind kleine und größere Stadtentdecker, aufmerksame Beobachter ihrer Umwelt, die sensibel das Geschehen im Großbezirk aufnehmen. Monatelang haben sie gemeinsam mit anderen Kindern und ihren Betreuern in verschiedenen Kunstgenres getüftelt und gewerkelt, gemalt, gebastelt, gefilmt, gesprüht, um zu zeigen: Hier ist Marzahn! Hier ist mein Zuhause! Hier wachsen meine Träume – und hier will ich dafür sorgen, dass sie wahr werden.

Die Auswahl. „Ein hartes Stück Jury-Arbeit, aus den rund 100 Einsendungen die besten auszuwählen“, meint Frank Begemann, Chef des „Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V.“. Der mitten im Leben auf der Marzahner Promenade angesiedelte Verein kuratiert die „Lebens(t)räume“ – ein Gemeinschaftsprojekt der Arbeitsgruppen Familienförderung, Hilfen zur Erziehung und des Jugendamtes Marzahn.

„Klar sollten viele der Einsender ihre Chance bekommen. Darüber entschieden in der Jury auch die Kinder selbst mit. Die Teenies müssen erfahren, dass es Sinn macht, was sie tun und dass wir ihre Sicht auf ihr Leben achten und wertschätzen“, sagt Begemann. Achtung und Wertschätzung sind die Leitlinien, Pädagogik und Kunst die Instrumente, mit denen der Bildende Künstler sowie diplomierte Sozialpädagoge und sein 20-köpfiges Team im Auftrag des Jugendamtes Familienhilfen organisieren, die Erziehung Jugendlicher mit schwierigen Biografien begleiten, aber auch vielfältige Kunstprojekte auf die Beine stellen. „Meine Vorgängerin war sportlich hoch engagiert, da gab es viel Sport, vor allem Fußball“, lacht Begemann. „Derzeit machen wir mehr in Kunst, um die Fähigkeiten und Kompetenzen der uns anvertrauten Jugendlichen zu fördern“.

Die „Lebens(t)räume“ sind vom 7. bis 20. September 2017 im „Ausstellungszentrum Pyramide“, Riesaer Straße 94, 12627 Berlin, montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, zu besichtigen. Auf der Abschlussveranstaltung am 20. September werden ausgewählte Exponate versteigert und Publikumspreise vergeben.

Jürgen Zweigert


 

Um aus den vielen eingereichten künstlerischen  Arbeiten jene auszusuchen, die in der Ausstellung Platz finden sollten, traf sich im Vorhinein eine Jury aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an 3 Tagen.

Da viele und sehr unterschiedliche Arbeiten eingereicht wurden, musste sich die Jury erst einmal überlegen, wie jede Arbeit gesichtet und abgestimmt werden sollte. Zu bedenken waren unter anderem auch die Gegebenheiten der Ausstellungsräume im Ausstellungszentrum Pyramide.

(Hinweis: Durch wischen mit der Maus nach links oder rechts über das Bild, mit gedrückter linker Maustaste, kann das nächste oder vorherige Bild angeschaut werden.)

(Fotos: Marcus Laugsch / Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V.)

Fotogalerie zu den Treffen der Jury


Die Arbeit der Jury wurde teilweise mit der Kamera begleitet. Daraus entstand ein kurzer Film. Der Dank gilt allen Beteiligten.

(Kamera: Marcus Laugsch / Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V., Schnitt: Lisa Henjes-Kunst / Helliwood media & education im fjs e.V.)

(Hinweis: Die Filmdatei braucht etwas Zeit, um vollständig geladen zu werden. Andernfalls wird der Film nicht vollständig abgespielt. Bitte haben Sie etwas Geduld.)


Nachdem alle von der Jury ausgewählten künstlerischen Arbeiten im Ausstellungszentrum abgegeben worden waren, traffen sich die Mitglieder der Jury erneut, um die Jurypreise zu vergeben. Jurypreise wurden in den Kategorien „Idee und Innovation“, „Materialvielfalt“ und „Umsetzung des Themas“ vergeben.

Als Schirrmherr nahm an jenem Treffen ebenso der Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Jugend und Familie, Gordon Lemm, teil.

(Hinweis: Durch wischen mit der Maus nach links oder rechts über das Bild, mit gedrückter linker Maustaste, kann das nächste oder vorherige Bild angeschaut werden.)

(Fotos: Marcus Laugsch / Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V.)

Fotogalerie zur Wahl der Jurypreise


Bis zur Eröffnung der Ausstellung waren es knapp 4 Tage. Viele Helfer*innen stimmten sich zum Aufbau ab. Unterschiedliche Tätigkeiten waren notwendig: positionieren, schrauben, kleben, hängen, ausrichten, drucken, schneiden, anstreichen, hämmern, abstimmen, unterschiedliche Ideen besprechen, andere Meinungen aushalten, polieren, fegen, wischen. Und wahrscheinlich vieles Andere mehr. Was jeder Einzelne der Helfer*innen gar nicht so mitbekommen konnte.

(Hinweis: Durch wischen mit der Maus nach links oder rechts über das Bild, mit gedrückter linker Maustaste, kann das nächste oder vorherige Bild angeschaut werden.)

(Fotos: Marcus Laugsch / Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V.)

Fotogalerie zum Aufbau der Ausstellung


Während des Aufbaus konnten zum ersten Mal die künslerischen Arbeiten der Kinder und Jugendlichen in Gänze betrachtet werden. Detailansichten waren nun möglich. Die Mitglieder der Jury kannten die Arbeiten bisher nur auf der Grundlage von Fotografien. Teilweise waren die Arbeiten, die Anfang des Jahres eingereicht worden waren, auch noch unvollständig.

(Hinweis: Durch wischen mit der Maus nach links oder rechts über das Bild, mit gedrückter linker Maustaste, kann das nächste oder vorherige Bild angeschaut werden.)

(Fotos: Marcus Laugsch / Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V.)

Fotogalerie zu ersten Eindrücken der Ausstellung


Am 20. September konnte die Ausstellung eröffnen. Noch während die ersten Besucher*innen kamen, wurde im Hintergrund gearbeitet.

Zu Gast waren unter anderem P.R. Kantate (Musiker, Produzent und Entertainer), der die Eröffnung musikalisch begleitete, sowie Gordon Lemm (Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Jugend und Familie).

(Hinweis: Durch wischen mit der Maus nach links oder rechts über das Bild, mit gedrückter linker Maustaste, kann das nächste oder vorherige Bild angeschaut werden.)

(Fotos: Marcus Laugsch / Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V.)

Fotogalerie zur Eröffnung der Ausstellung


Zur Eröffnung kamen sehr viele Besucher*innen. Am Tag darauf begann das Begleitprogramm, u.a. mit Workshops und Informationsveranstaltungen. Die künstlerischen Arbeiten konnten nun in Ruhe und mit Abstand betrachtet werden.

(Hinweis: Durch wischen mit der Maus nach links oder rechts über das Bild, mit gedrückter linker Maustaste, kann das nächste oder vorherige Bild angeschaut werden.)

(Fotos: Marcus Laugsch / Dissens – Pädagogik und Kunst im Kontext e.V.)

Die Ausstellung


Ankündigung zur Finissage

Liebe Besucher*innen dieser Webseite.

Am 20.9.2017 um 15 Uhr findet die Finissage unserer Ausstellung Lebens(t)räume im Ausstellungszentrum Pyramide statt.

Wir beginnen mit der Bekanntgabe der Publikumspreise. Drei Künstler*innen beziehungsweise Künstlergruppen werden eine Urkunde von Gordon Lemm, Stadtrat und Schirmherr unserer Ausstellung, überreicht bekommen und das Preisgeld entgegennehmen.

Im Anschluss beginnen wir mit der Versteigerung. Bringen Sie genügend Bargeld mit. 50 Prozent des Erlöses gehen an den Förderverein der Pusteblume Grundschule in Marzahn-Hellersdorf. Die anderen 50 Prozent erhalten die jungen Künstler*innen direkt ausgezahlt.

Wie zur Vernissage, eröffnen wir auch zur Finssage ein leckeres Buffet.

Sie sind herzlich eingeladen. Kommen Sie vorbei.


Pressemitteilung: Versteigerung von Kunstwerken benachteiligter Jugendlicher ist riesen Erfolg

Versteigerung von Kunstwerken benachteiligter Jugendlicher ist riesen Erfolg

 

In der Zeit vom 7. bis 20 September wurden fast 100 Kunstwerke von Kindern und Jugendlichen aus schwierigen Verhätnissen in der „Pyramide“, Riesaer Straße 94, 12627 Berlin, ausgestellt. Die Werke entstanden im Rahmen der Jugendhilfe in Marzahn-Hellersdorf. Die Kinder und Jugendlichen konnten hier künstlerisch darstellen, wovon sie träumen oder wie sie ihr Leben empfinden. Die Besucher/innen der Kunstausstellung „Lebens(t)räume“ konnten eines der Werke als Zuschauerpreis auswählen. Mehr als 700 Menschen stimmten über ihren Favoriten ab.

In der abschließenden Versteigerung am 20.09.2017 konnten stolze 1780 Euro eingenommen werden. Der Erlös ging hälftig an den Förderverein der Pusteblume-Grundschule für Spielgeräte im Außenbereich und an die Künstler/innen direkt.

Der für Jugend und Familie zuständige Stadtrat, Gordon Lemm, – Schirmherr dieser beeindruckenden Schau – der auch selbst fleißig mitgesteigert hatte, äußerte sich begeistert: „Ich bin fasziniert, was die Kinder und Jugendlichen hier geschaffen haben. Man sollte nicht vergessen, dass sich ausschließlich Kinder aus schwierigen Lagen an diesem Kunstprojekt beteiligt haben. Kinder die Probleme in der Schule oder in ihren Familien haben. Zu sehen, wie viel Potenzial, Talent und Begeisterungsfähigkeit in ihnen steckt, hat mich wirklich berührt und sollte jeden motivieren, sich mit aller Kraft für unsere Kinder und Jugendlichen einzusetzen.“

Die Kunstwerke können auch auf der Seite http://lebenstraeume-marzahn-hellersdorf.de/ angeschaut und bewundert werden.